Warning: Invalid argument supplied for foreach() in /WWWROOT/87677/htdocs/newsite/wp-content/plugins/gutenberg/lib/load.php on line 36 Die digitale Puderquaste | Mike Strunck

Die digitale Puderquaste

Haut digital abpudern

In diesem Beitrag geht es nicht um die komplette Beauty Retusche. Das ist ein sicherlich abendfüllendes Thema. 🙂
Hier soll es um einen Aspekt davon gehen – das Hautbild verbessern bzw. die Haut etwas absoften/weichzeichnen. Dazu stelle ich gleich drei Methoden vor, davon eine mit Photoshop Boardmitteln. Die ist sicher für viele Hobby-Fotografen interessant.

Auf diesem Bild habe ich das Basisbild und die drei Methoden mal zusammen gefaßt:

die digitale puderquaste vergleich

Photoshop Boardmittel
die digitale puderquaste photoshop boardmittelFangen wir mit den photoshopeigenen Möglichkeiten an. Dazu kopiere ich mir die Ebene mit dem Basisfoto. Diese Ebene invertiere ich einmal (Bild → Korrekturen → Umkehren) und setze anschließend den Ebenenmodus auf „Strahlendes Licht“. Nicht erschrecken, jetzt sieht erst einmal alles grau aus.
Wer eine höhere Photoshop Version besitzt sollte die Ebene jetzt in ein Smartobjekt (Filter → für Smartfilter konvertieren) umwandeln, es geht aber auch ohne. Allerdings bietet ein Smartobjekt den Vorteil, dass ich die Filtereinstellungen, die gleich folgen, nachträglich noch verändern kann.
Der erste Filter den ich jetzt anwende wird der Hochpass sein (Filter → Sonstige Filter → Hochpass). Viele werden jetzt stutzen, da ich den Hochpass-Filter in einem anderen Beitrag zum Schärfen benutzt habe, jetzt aber etwas weich zeichnen will. Das ist soweit auch richtig. 🙂
Jedoch ist es abhängig, auf was für ein Bild ich diesen Filter anwende. Auf eine Ebenenkopie und mit Ebenenmodus Weiches Licht oder Ineinanderkopieren schärft der Hochpass. Habe ich die Ebene aber wie in diesem Fall vorher invertiert/umgekehrt, dann wirkt der Hochpass wie ein Weichzeichner!
Also rufe ich jetzt das Menü auf und verändere den Radius, bis ich die Haut auf gewünschte Weise weichgezeichnet habe. Dabei gehen aber auch Details – wie in diesem Fall die Haare die in die Stirn hängen – u.U. verloren. Ausserdem wirkt die Haut schnell glattgebügelt wie bei Anwendung mit dem Gaußschen Weichzeichner. Solche Details, Poren etc., hole ich mir jetzt mit dem zweiten Filter zurück. Dazu nehme ich jetzt tatsächlich den Gaußschen Weichzeichner! Und so wie der Hochpass eben weichgezeichnet hat, so wirkt der  Gaußsche Weichzeichner auf einer invertierten Ebene wie ein Scharfzeichner! Im Menü verändere ich wieder den Radius, bis ich die gewünschten Details  zurück habe. Diese machen auch einen wichtigen Teil betreffs Realismus aus immerhin soll unser Foto ja nicht künstlich wirken.
Dadurch das ich ein Smartobjekt aus der Ebene gemacht habe kann ich für beide Filter die Werte jetzt bei Bedarf noch weiter verfeinern. Aber auch ohne Smartobjekt wirkt diese Methode ganz genauso. Ich wende die oben beschriebenen Schritte dann einfach nacheinander auf die gleiche Ebene an.
Als Schluß empfehle ich, die Ebene mit einer Ebenenmaske zu versehen und nur über der Haut einzublenden. Je nach Hauttyp kann es vorher durchaus nötig sein z.B. mit dem Reparatur-Pinsel oder dem Stempel-Werkzeug größere Pickel oder auffällige Stellen wegzuretuschieren.

Topaz Labs Clean 3
die digitale puderquaste topaz clean Dies ist ein Plugin für Photoshop das, neben einigen künstlerischen Möglichkeiten, auch sehr gut zur Hautbearbeitung geeignet ist. Wie man an dem Menü sehen kann, gibt es hier mehrere Einstellmöglichkeiten. Clean steuert, wie stark gesäubert und geglättet eine Fläche sein soll. Edges ist wichtig, um Details am Rand oder innerhalb der Flächen (z.B. die Haare auf der Stirn) zu erhalten. Und Texture schließlich regelt, ob und wie stark die ursprüngliche Fläche eingeblendet wird.
Wie man an dem Beispielbild sieht tut es aber noch mehr. Fallen in der Version, die ich mit den Photoshop Boardmitteln erstellt habe, noch die Flecken auf Stirn und Kinn auf, so regelt Clean diese bereits automatisch weitestgehend mit weg. Es ist mehr als nur ein absoften – es findet zusätzlich eine Farb- und auch Helligkeitsanpassung statt. Dabei versucht das Plugin, die Flächen möglichst gleichmäßig zu machen. Und in diesem Fall war es auch nicht nötig, eine Ebenenmaske zu erstellen.
Link: Topaz Labs Clean 3





Nik Color Efex Pro 3 – Dynamic Skin Softener
die digitale puderquaste nik color efex pro Der Skin Softener von Nik gehört zur Plugin-Sammlung von Color Efex Pro. Das Menü dieses Filters ist im Vergleich zu Topaz Clean sehr übersichtlich. Ich kann einen gewünschten Hautfarbton bestimmen und einstellen, wie stark der Filter wirken soll. Die Feinabstimmung erfolgt dann über die Regler für die Details.
Im Gesamtvergleich sieht man , dass die Wirkung vom Skin Softener irgendwo zwischen den Photoshop-Filtern und Topaz Clean liegt. Es wirkt schon, als würde sowas wie ein Gaußscher Weichzeichner arbeiten, trotzdem bleiben Details wie die Haare in der Stirn auch ohne Masken erhalten. Und auch hier  werden fleckige Stellen automatisch mit ausgeglichen. Zwar wirkt der direkte Vergleich zu  Topaz Clean etwas künstlich, aber wenn man die Ebenendeckkraft vermindert, kann man auch hier wieder mehr der ursprünglichen Hauttextur einblenden.

Link: Nik Color Efex Pro 3 – Dynamic Skin Softener

Fazit: Für Photoshop User die rein hobbymäßig nur ab und zu mal ein Portrait bearbeiten, reichen die Photoshop Boardmittel vollkommen aus. Die erwähnten Hautflecken kann man vor dem Absoften ebenfalls mit Photoshop ausgleichen. Wer viel oder sogar beruflich Portraits bearbeitet, für den könnten sowohl Topaz Clean als auch Nik Color Efex eine Überlegung wert sein.